Baby Gesundheit Teil 2: Dreimonatskoliken

Dreimonatskoliken - Baby Gesundheit - Krankheiten im ersten Lebensjahr

Dreimonatskoliken – wie kann ich meinem Baby helfen

In diesem zweiten Teil zu Babys Gesundheit geht es rund um die Dreimonatskoliken.

Im Ersten Teil zur Baby Gesundheit haben wir uns angeschaut, welche typischen Krankheiten ein Baby mit hoher Wahrscheinlichkeit während seines ersten Lebensjahr bekommt bzw. sich mit seinem Immunsystem gegen zur Wehr setzen muss. Etwas näher haben wir uns das Thema „Baby Krankheiten im ersten Lebensjahr, was kann ich gegen eine Erkältung bei meinem Baby machen?“ angesehen. In diesem Artikel widme ich mich nun etwas ausführlicher den Dreimonatskoliken.

Auch hier möchte ich deutlich den Hinweis geben: Ich bin keine Ärztin, alles was ihr hier lest habe ich mit meinem Baby selbst durchgemacht oder im Internet recherchiert.

3 Monatskoliken – für das eine Baby gibt es nur hin und wieder mal ein bisschen Bauchweh, andere Babys quälen sich viele Wochen mit regelmäßigen Bauchschmerzen, die für die Eltern als Schreiattacken sichtbar bzw. hörbar werden.

Was sind 3-Monatskoliken?

Was genau sagt der Begriff Dreimonatskoliken aus? Kolik bedeutet, dass es sich um einen krampfartigen Anfall von Schmerzen handelt. Dabei krümmt sich das Baby vor Schmerzen und zieht meist die Beine Richtung Bauch an und überstreckt dabei sein Köpfchen.

Dein Baby fängt kurz nach der Mahlzeit an zu schreien und lässt sich nicht so leicht beruhigen? Auch nicht mit der Brust oder mit dem Fläschchen? Dein Baby hat besonders in den Abendstunden Schreiattacken, in denen es einen hochroten Kopf bekommt und die Hände vor Schmerzen ballt? Wenn es das jetzt auch noch regelmäßig macht, dann kann es sehr gut sein, dass dein Baby eine 3 Monatskolik hat.

Die 3 Monatskolik an sich ist ungefährlich, wenn es aber zu regelmäßigen Schreiattacken kommt, sollte ein Arzt alle anderen möglichen Ursachen ausschließen.

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Warum spricht man von 3 Monatskoliken? Weil diese Art der Bauchschmerzen meist nur in den ersten 3 Monaten vorkommen. Nach 12 Wochen ist der Spuk in den meisten Fällen ganz plötzlich einfach verschwunden. Aber verlasst euch jetzt nicht zu sehr auf die 12 Wochengrenze, sonst wird jeder Tag darüber hinaus doppelt zur Qual.

Welche Ursachen gibt es für die 3 Monatskoliken?

Die genauen Ursachen sind bislang nicht geklärt. Es gibt verschiedene Vermutungen, die aber nicht bestätigt sind. Vermutlich gibt es unterschiedliche Ursachen, die nicht alle zutreffen müssen. Meist reichen 1-2 Faktoren aus, damit das Baby so leiden muss. Es ist daher durchaus ratsam zu testen, ob Veränderungen eine Linderung bringen.

5 mögliche Ursachen für die Dreimonatskolik:

  • Luft im Bauch durch zu schnelles trinken.
  • Ein noch nicht ausgereiftes Verdauungssystem.
  • Lebensmittel, die zu Blähungen führen (über die Muttermilch).
  • Nahrungsunverträglichkeiten.
  • Eine Überreizung bei besonders sensiblen Babys.

Wie kann ich meinem Baby helfen?

Generell kann man gegen zu viel Luft im Bauch, dem Baby mit einer Bauchmassage helfen die Luft loszuwerden. Zur Unterstützung kann man eine Windsalbe zum Massieren verwenden. Manchmal hilft auch etwas Wärme zum Beispiel durch ein warmes Bad oder mit einem kleinen Wärmekissen (Kirschkernkissen*). Weiter unterstützen kann man das Baby mit einem Kümmelzäpfchen oder mit Sab Simplex, hierbei muss man testen, was die gewünschte Linderung herbeiführt. Manche Babys mögen auch den sogenannten Fliegergriff, hierbei wird der Bauch automatisch etwas massiert.

Es ist aber auch ratsam im ersten Schritt herauszufinden, welche oder ob überhaupt einer der oben genannten Gründe schuld an den Bauchschmerzen beim Baby sind.

Wenn man zu schnelles trinken und dadurch das Herunterschlucken von Luft als Ursache vermutet. So ist es ratsam dem Baby Trinkpausen zu verschaffen und es auch zwischendrin ein Bäuerchen machen zu lassen.

Wenn die Mama vermutet, dass die eigene Ernährung schuld an Babys Bauchweh sind, dann hilft eine Ernährungsumstellung. Gerade wenn man einzelne Lebensmittel in Verdacht hat, lässt sich das ja recht einfach durch weglassen austesten. Welche Lebensmittel gemeinhin als Übeltäter benannt werden: Zwiebeln, Knoblauch, Kohl, Lauch, Spargel, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.

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Bei Fläschchen Nahrung sollte drauf geachtet werden, dass die Flasche nicht zu stark geschüttelt wird bzw. sich nicht mehr so viel Luft in der Nahrung befindet. Statt zu schütteln haben einige Mamas gute Ergebnisse erzielt, indem sie das Pulver mit einem Löffel in einer Schüssel ins Wasser eingerührt haben.

Reizüberflutung als Ursache

Bei besonders überreizten Babys, sollte man nicht zu viel zumuten und für eine gewisse Zeit etwas kürzertreten. Nicht so viele Verabredungen. Kein Rumreichen, auch wenn es nur die Verwandtschaft ist. Auch hilft leicht reizbaren Babys häufig das Einführen eines festen Tages- und Nachtrhythmus.

In jedem Fall sollten Schreiattacken vom Arzt abgeklärt werden. Aber auch wenn der Arzt alles abgeklärt hat und zu einem späteren Zeitpunkt Veränderungen auftreten, ist es ratsam erneut einen Arzt aufzusuchen. Insbesondere, wenn folgende Faktoren eintreffen:

  • Das Baby verweigert zu trinken.
  • Das Baby nimmt nicht mehr zu und wächst nicht.
  • Die Schreiattacken länger werden.
  • Sich das Schreien an sich verändert.
  • Zu dem Schreien noch andere Dinge wie Fieber, Durchfall etc. hinzukommen.

Egal was die Ursache für die Schreiattacken ist, schenke deinem Baby ganz viel Liebe und körperliche Nähe. Versuche dir selbst vor Augen zu halten, dass das alles nur eine Phase ist und das Schreien bald vorbei ist. Wenn es dennoch zu doll an deinen Nerven zerrt, scheue dich nicht dir Hilfe zu holen. So kann es ratsam sein, dich mit dem Vater oder auch den Großeltern bei Schreiattacken in der Betreuung abzuwechseln. Sorge in deinen Pausen dann für viel Ruhe, Ausgleich und Entspannung. Wenn dich aus deinem Umfeld niemand entlasten kann, dann wende dich an deinen Kinderarzt oder deine Hebamme und lasse dir Adressen von Hilfsangeboten zum Beispiel von der nächstgelegenen Schreiambulanz geben.

3 Monatskoliken – für das eine Baby gibt es nur hin und wieder mal ein bisschen Bauchweh, andere Babys quälen sich viele Wochen mit regelmäßigen Bauchschmerzen, die für die Eltern als Schreiattacken sichtbar bzw. hörbar werden.

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