Vorlesen – Warum es wichtig ist  & 6 Tipps zum Vorlesen! 

Vorlesen – Warum es wichtig ist  & 6 Tipps zum Vorlesen! 

Warum ist vorlesen schon für ganz kleine Kinder wichtig?

Kindern vorlesen – das ist doch ganz selbstverständlich und gerne so oft wie wir dafür Zeit finden. So dachte ich jedenfalls immer. Leider habe ich feststellen müssen, dass dies nicht die vorherrschende Meinung ist. Vorlesen kostet Zeit. Bücher kaufen kostet Geld und Zeit – man kann sie natürlich auch in der Bücherei ausleihen. Nein, dafür ist mein Kind noch zu klein. Achje. Wenn einer Gründe gegen das Vorlesen, gegen das frühe Vorlesen finden möchte, dann tut er es auch. Das ist sehr Schade für die Kinder und kann zu einem echten Nachteil werden.

Hier erstmal meine Gründe, warum frühes Vorlesen so wichtig ist.

12 Gründe, warum frühes Vorlesen so wichtig ist!

  • Es gibt Raum für ein miteinander, für Nähe.
  • Entwicklung von Lesefreude.
  • Die Neugierde auf noch unbekanntes wird geförderd.
  • Neue Welten können erschlossen werden.
  • Es ist lehrreich.
  • Die Sprachentwicklung der Kinder wird unterstützt.
  • Es fördert die Konzentration.
  • Die Fantasie wird angeregt.
  • Der Grundstein wird gelegt, durch den dein Kind eine gute Lesekompetenz erwerben kann.
  • Es optimiert die Bildungschancen des Nachwuchses.
  • Es hilft Empathie auszubilden, also die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen.
  • Anstoß für weitere Gespräche. Hierdurch kann man auch die Gesprächsthemen mit dem Nachwuchs etwas lenken und ihn indirekt auffordern sich mit bestimmten Sachverhalten auseinanderzusetzen, wie zum Beispiel einem Geschwisterchen 😉

Ab wann kann man Kindern vorlesen?

Ich sage immer, es ist nie zu früh zum Vorlesen. Unser Sohn bekam sein erstes Vorlesebuch von uns Eltern geschenkt, da war er noch kein ½ Jahr alt. Wir konnten es kaum erwarten es ihm vorzulesen. Schon in seinem ersten Lebensjahr haben wir ihm dieses Buch* immer wieder zum Einschlafen vorgelesen. Und ich kann es auswendig und erzähle es jetzt auch schon oft der kleinen Lady, wenn sie sich vor lauter Unruhe mit dem Einschlafen schwertut.

6 Tipps zum Vorlesen?

  • Zu Beginn des Vorlesens eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Wir lesen meistens nachmittags auf dem Sofa zusammen gekuschelt oder abends im Bett vor. Wichtig ist, dass es möglichst wenig Nebengeräusche gibt. Es läuft in der Nähe kein Radio, CD-Player und schon gar nicht der Fernseher.
  • Gemeinsam mit dem Kind entscheiden was vorgelesen werden soll. Kinder suchen sich ja gerne immer wieder die gleichen Geschichten oder mindestens Geschichten mit den gleichen Hauptfiguren aus, was durchaus etwas langweilig werden kann. Wenn das der Fall ist, kann man ja mal das Modell abwechselnd aussuchen probieren, oder man schlägt neue Geschichten mit den bekannten Hauptdarstellern für ein bisschen Abwechslung vor.
  • Es sollte nicht nur eine reine „Vorlesung“ sein. Sondern es darf zwischendrin über das Vorgelesene oder das auf den Bildern Gesehene gesprochen werden. Es dürfen auch Fragen beantwortet werden. Gerade wenn das Buch kein unbekanntes ist, macht auch das Lesen mit verschiedenen Stimmen Spaß, denn der Geschichte soll Leben eingehaucht werden. Manche Sätze spricht unser Sohn schon mit oder einfach selbst, weil er die Geschichte schon auswendig kennt. Am besten funktioniert das, wenn die Geschichte sich auch noch etwas reimt.
  • Langsam und deutlich vorlesen. Pausen zwischen den einzelnen Sätzen machen. Besonders wenn die Zuhörer noch sehr klein sind. Jeder lernt und nimmt Informationen in einem anderen Tempo auf und an dieses Tempo der Kinder müssen die Eltern sich beim Vorlesen anpassen.
  • Um mehr Spaß an der Geschichte zu vermitteln, kann man zum Beispiel mit unterschiedlichen Stimmen der Charaktere lesen.
  • Vorlesen sollte ein Ritual im Alltag darstellen, dabei ist es egal, ob man jeden Tag die Mittagspause zum Vorlesen nutzt oder die Schlafengehzeit als Ritual der Gute Nacht Geschichte nutzt.
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Gerade in unserer heutigen Zeit ist es sehr wichtig, dass man Kinder an alle Medien heranführt und ihnen den Umgang mit diesen beibringt. Bücher sind die ersten Medien, die wir unseren Kindern näherbringen und sie sollten sie zu schätzen wissen bevor weitere hinzukommen.

Vorlesen – Warum es wichtig ist & 6 Tipps zum Vorlesen! 12 Gründe warum Vorlesen auch schon für die ganz kleinen wichtig ist und 6 Tipps wie das Vorlesen zu einem Erlebnis wird.

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Vorlesen, Vorlesetag und die Stiftung Lesen

Bei meinen Überlegungen zu diesem Blogartikel, bin ich auf die Stiftung Lesen gestoßen https://www.stiftunglesen.de/ . Kannte ich so noch nicht. Ich fand die Stiftung und ihre Arbeit aber so interessant, dass ich sie hier nicht unerwähnt lassen möchte.

Die Stiftung veranstaltet seit 2004 gemeinsam mit DIE ZEIT und der Deutschen Bahn den Vorlesetag in Deutschland. Der Vorlesetag findet jedes Jahr im November statt.

Zu den Vorlesetagen finden auch immer Studien der Stiftung Lesen statt, die Studie zum Vorlesetag 2017 habe ich mir mal angesehen.

In dieser Studie habe ich zum Beispiel gelesen, dass zum Vorlesen auch das gemeinsame betrachten der Bilderbücher, Holzbücher, Meine ersten „Bilder“ Bücher zählen. Dann haben wir sogar noch früher angefangen, aber mir war zu keinem Zeitpunkt bewusst, dass das gemeinsame betrachten von Knisterbüchern schon vorlesen ist. Natürlich haben wir dabei auch schon erzählt was zu sehen ist. Ich dachte immer das wäre ganz normal. Aber wenn ich jetzt in der Studie zahlen lese, dass 28% der Kinder zwischen 3 Monaten und 3 Jahren fast nie vorgelesen wird, dann scheint das doch nicht ganz so selbstverständlich zu sein.

Vorlesen – Warum es wichtig ist & 6 Tipps zum Vorlesen! Gute Nacht Bücher Tipps

Vorlesen Gute Nacht Bücher Tipps für Unter 3 Jungen

Die Studie hat auch gezeigt, dass Eltern beim ersten Baby oft unsicher sind, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um mit dem Vorlesen anzufangen. Beim zweiten fällt das dann viel leichter. Das ist wenig überraschend, wie ich finde. Beim ersten schaut man ja als Eltern immer genau auf die Reaktion des Babys und wenn man noch keine bekommt und das ist im ersten halben Jahr ja sehr oft der Fall, dann lässt man es oft bleiben. Da ich selber sehr gerne lese, konnte ich es bei meinem Sohn schon kaum erwarten endlich Bücher für ihn zu kaufen und ihm vorzulesen. Ich habe schon früh beschlossen, dass Vorlesen zu unserem Einschlafritual gehören soll. Ich wäre vermutlich sehr enttäuscht gewesen, wenn es dann anders gekommen wäre.

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Das zweite Kind hört und schaut dann ja schon viel eher mal mit, wenn dem großen Vorgelesen wird. Außerdem stehen dann für jedes Alter schon viele Bücher zur Auswahl aus denen man wählen kann und weiß aus Erfahrung dann auch schon etwas welche Bücher geeigneter sind als andere.

Interessant ist auch, dass Buchgeschenke für das Kleinkind oder schon zur Geburt das Vorleseverhalten der Eltern positiv beeinflussen.

Es gab noch einige andere Aspekte, die ich recht spannend in der Studie fand. Die Studie Vorlesen – aber ab wann? Vorlesestudie 2017 – Vorlesen und Erzählen als sprachliche Impulse in den ersten Lebensjahren kann man sich hier downloaden.

Mit diesem Blogartikel nehme ich an der Blogparade  #vorlesefieber von MINT & MALVE  teil. Anlass der Blogparade ist der erste Schweizer Vorlesetag am 23. Mai 2018. Im Zuge dieser Blogparade sind auch weitere sehr interessante Artikel auf MINT & MALVE erschienen, das stöbern lohnt sich in jedem Fall!

Ihr braucht Buchtipps zum Vorlesen? Hier stelle ich euch unsere Lieblings Gute Nacht Bücher für U3 Jungen vor.

Es folgte jetzt ganz aktuelle auch unsere Liste der 6 Lieblingsbücher Kinderbuchempfehlungen zum Vorlesen für Kleinkinder. Und ein weiterer Artikel mit Kinderbuchinspirationen

Vorlesen – Warum es wichtig ist & 6 Tipps zum Vorlesen! 12 Gründe warum Vorlesen auch schon für die ganz kleinen wichtig ist und 6 Tipps wie das Vorlesen zu einem Erlebnis wird.

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